Die Segelwettbewerbe: Komprimiert und hochkarätig

    Die 83. Warnemünder Woche ist zu Ende und es hat sich gezeigt, dass die Veranstalter trotz Coronaeinschränkungen und Schwierigkeiten durch Bauarbeiten auf der Mittelmole ein seglerisches Top-Event realisieren konnten. In diesem Jahr kamen im Laufe der neun Regattatage zwölf Bootsklassen zur Warnemünder Woche. 900 Aktive aus 20 Nationen segelten mit rund 500 Booten um die besten Platzierungen.

    Im Laufe der Warnemünder Woche wurden unter anderem zwei Europameisterschaften, drei Deutsche Meisterschaften, eine German Open, der Laser Europa Cup und der Langstreckenklassiker Rund Bornholm ausgetragen.

    Jesper Armbrust gewann die Contender-Europameisterschaft im Rahmen der Warnemünder Woche. Der Däne verteidigte fünf Tage lang seine Führung gegen das Feld der 78 Konkurrenten und siegte souverän. Vize-Europameister wurde der amtierende Weltmeister Max Billerbeck.

    Die neuen Europameister der Klasse First / Seascape 18 heißen Blaž Kmetec und Jure Jerkovič. Für die beiden Slowenen war die Veranstaltung ein Start-Ziel-Sieg, denn sie mussten die Führung an keinem der drei Segeltage abgeben.

    Im ersten Teil der Warnemünder Woche traten 44 Teams in der Klasse 505er zur Ermittlung ihrer Meister an. Deutsche Meister wurden Wolfgang Hunger und Holger Jess, denen keiner das Wasser reichen konnte. Die Weltmeister von 2001, 2003 und 2005 zeigten konstant gute Leistung und beendeten keinen der insgesamt zehn Läufe schlechter als Platz drei

    Svenja Thoroe und Karsten Bredt haben den Meisterschaftstitel der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Piraten gegen 48 Teams verteidigt. Die Meisterschaft ging am letzten Tag der Warnemünder Woche zu Ende. Die beiden zeigten in allen zehn Wettfahrten gute Ergebnisse.

    Michael Höfgen vom Kieler Yacht-Club und sein Mitsegler Eckhard Kaller wurden die Deutschen Meister Double Handed Offshore Longdistance. Die Meisterschaft fand im Rahmen der Langstrecke Rund Bornholm statt. Höfgen war sowohl nach gesegelter Zeit (1 Tag, 23 Stunden, 56 Minuten, 6 Sekunden) als auch nach berechneter Zeit Schnellster mit der JPK 10.30 „Lightworks“ (2 Tage, 19 Minuten, 58 Sekunden).

    Der Sieg in den German Open der J/70 ging an Michael Grau aus Hamburg und seine internationale Crew, bestehend aus dem Briten Gerry Mitchell, der bereits drei Volvo-Ocean-Race-Teilnahmen und mehrere Farr 40-Weltmeister-Titel aufzuweisen hat, dem australischen Profisegler David Chapman, Sailing-Champions-League-Sieger von 2019, und dem Hamburger Segler Florian Thoelen.

    Die Langstreckenregatta Rund Bornholm war in diesem Jahr von leichten Winden geprägt, was viel von den Teilnehmern abverlangte. 35 Yachten waren insgesamt am Start. Schnellste Yacht nach gesegelter Zeit wurde die TP 52 „Imagine“. Nach berechneter Zeit wurde „Halbtrocken 4.5“ das schnellste Schiff und holte den Sieg in der ORC-Wertung.

    Das größte Feld stellte wieder einmal die Laser-Klasse in ihrem ILCA / Laser Europa Cup, unterteilt in die Klassen ILCA 4 / 4.7, ILCA 7 Standard und ILCA 6 Radial, mit 171 ILCA / Lasern. Im ILCA 7 / Laser Standard siegte Johan Schubert aus Dänemark, im ILCA 6 / Laser Radial die Deutsche Julia Büsselberg und im ILCA 4 / Laser 4.7 der Niederländer Max Frank.