WM in Warnemünde: ein cooles Erlebnis
Ein Practice Race noch, danach Skippersmeeting, anschließend Erholung – und dann wird es ernst: Für die jüngsten Seglerinnen und Segler der 87. Warnemünder Woche beginnt mit der Weltmeisterschaft der Zoom8 der Höhepunkt der Saison.

Ein Practice Race noch, danach Skippersmeeting, anschließend Erholung – und dann wird es ernst: Für die jüngsten Seglerinnen und Segler der 87. Warnemünder Woche beginnt mit der Weltmeisterschaft der Zoom8 der Höhepunkt der Saison. 39 Aktive haben gemeldet – vor allem aus Skandinavien und Estland. Das größte Feld allerdings kommt aus Österreich. Die Trainer Max Fitzinger und Herwig Bäumel haben 15 Jungs und Mädchen unter ihre Fittiche genommen und das Team Österreich in den vergangenen Tagen WM-fit gemacht. Jetzt hoffen sie auf schöne Erfolge.
„Der erste Trainingstag war eine lehrreiche Erfahrung. Aber danach gab es eine steile Lernkurve“, sagt Fitzinger, und Bäumel ergänzt: „Das Training war wichtig.“ Denn diesen Wind und vor allem diese Welle sind die Sportlerinnen und Sportler von den österreichischen Seen nicht gewohnt. Sie agieren zuhause eher im glatten Wasser und bei leichter Brise. Entsprechend früh steigen die Kinder aus dem Optimisten in den Zoom8 um, um hier Erfahrungen für die folgenden Jugend-Bootsklassen zu sammeln. So sind die Jüngsten im Team Österreich gerade erst elf Jahre alt, die Ältesten 15 Jahre.
„Es ist eine gemischte Mannschaft mit unterschiedlichen Erfahrungen. Einige sind gerade erst in die Klasse eingestiegen, für andere ist es der letzte große Zielwettkampf im Zoom8“, berichtet Fitzinger. Und so werden einige in den kommenden Tagen wohl mit den Bedingungen zu kämpfen haben, während andere den Blick auf die vorderen Plätzen ausrichten. „Die Dänen haben in den vergangenen Jahren alles gewonnen. Daher sind sie auch jetzt wieder die Favoriten. Aber wir wollen langsam eine Ablösung schaffen. Man muss sich ja Ziele setzen“, erklären die Trainer, relativieren dann aber etwas: „Eine Top-Fünf-Platzierung wäre toll. Vor allem wollen wir Erfahrung sammeln. Wind und Welle aufsaugen, und das Flair einer Großveranstaltung als Erinnerung abspeichern.“
Die Laune jedenfalls könnte kaum besser sein. „Wir wohnen alle zusammen in Rostock in einem großen Appartement. Das ist wie ein großer Schulausflug oder ein Ferienlager. Richtig cool.“ Bisher war die Gruppe aber vor allem auf sich konzentriert. Durch das eng getaktete Training war kaum Zeit, um die Warnemünder Woche zu erleben. Aber das soll in den kommenden Tagen noch passieren – möglicherweise am Freitag, wenn für die WM ein Ruhetag geplant ist. Oder schon zum Skippersmeeting, wenn die Österreicher mit den Seglerinnen und Seglern der anderen vier Nationen zusammen kommen.
Aber da ist der Fokus vielleicht schon anders ausgerichtet. Denn am Mittwoch um 11 Uhr wird es ernst – mit dem ersten Startschuss zur Weltmeisterschaft der Zoom8.







