Über 30 Knoten: O’pen Skiffs bleiben an Land, verkürzte Rund Bornholm endet erfolgreich

Für die beiden Klassen im O’pen Skiff waren heute eigentlich mehrere Wettfahrten geplant, doch die Wetterbedingungen machten den Kindern einen Strich durch die Rechnung. Die Wettfahrtleitung der O’pen Skiffs um Svenja Herziger wollte den Seglerinnen und Seglern aber zumindest eine Option bieten. Nach einem kurzfristig einberufenen Treffen mit den Coaches stand der Plan, wenigstens ein Rennen zu probieren.

„Wir sind dann mit dem Startschiff und den Schlauchbooten raus, haben draußen auf der Bahn aber einen Mittelwind von über 25 Knoten gemessen, der in Böen auf über 30 Knoten hochschnellte. Unter den Bedingungen war es einfach nicht segelbar“, beschreibt Svenja Herziger die Situation auf dem Wasser, die schließlich zur Absage aller Rennen für den heutigen Tag führte.

Rund Bornholm

Während die ersten Sturmböen mit kräftigen Schauern über die Mittelmole hinwegzogen, überquerten alle verbliebenen Teilnehmer die Ziellinie. Sechs Crews gaben das Rennen im Verlauf des Tages auf.

In der Yardstickwertung segelte die Skendata-Illbruck nach berechneter Zeit von 20 Stunden, 15 Minuten und 28 Sekunden auf Rang eins. Dicht gefolgt von der OSPA mit einer berechneten Zeit von 20 Stunden, 21 Minuten und 47 Sekunden.

Beide Boote benötigten nach gesegelter Zeit weniger als 13 Stunden für die 120 Seemeilen. Im Ziel trennten beide Schiffe nur knapp vier Minuten.

„Rund Bornholm in voller Länge wäre rein seglerisch natürlich schon cool gewesen. Aber wir waren ehrlich erleichtert, dass es verkürzt wurde. Als wir um 2.00 Uhr ins Ziel segelten, waren wir schon recht bedient“, sagt Skipper Schmidt-Rybandt von der Skendata-Illbruck mit Blick auf die verkürzte Rund Bornholm.

In der ORC-Klasse liegt Hauke Sponholz auf der Universitas mit 17 Stunden, 46 Minuten und 51 Sekunden vor der Exciter von Jens Kuphal mit 17 Stunden, 53 Minuten und sechs Sekunden – jeweils nach berechneter Zeit. Gesegelt sind beide Schiffe rund 15 Stunden und 40 Minuten (Universitas) beziehungsweise 15 Stunden und 55 Minuten.

Im ORC-Club setzte sich Jan Laschinsky mit der Vaiana vor Markus Linde mit Ocean Calling durch.

Ausblick auf Mittwoch

IDM Kielzugvogel

Ab Mittwoch, 8. Juli 2026, starten die Kielzugvögel in ihre Internationale Deutsche Meisterschaft. Bis Samstag, 11. Juli 2026, segeln 25 Crews um den Titel.

Zu erwarten ist eine engagierte Klasse, in der saubere Starts, gutes Bootshandling und taktische Finesse über die Platzierungen entscheiden. Die Eigner kennen ihre Boote perfekt und haben über die Jahre ein feines Gespür dafür entwickelt.

Entworfen wurde der Kielzugvogel einst von Ernst Lehfeld als Zweimann-Boot. Er ist eng verwandt mit dem Schwertzugvogel. Während der eine mit Schwert gesegelt wird, bringt der Kielzugvogel einen Ballastkiel mit – und damit etwas mehr Ruhe und Stabilität ins Boot. Das macht ihn für die Bahn draußen vor Warnemünde besonders geeignet.

Zoom8

Eröffnungsfeier der Zoom8 Boys and Girls Championships. Foto: Pepe Hartmann

Sehr international wird es ab Mittwoch auch in der Klasse Zoom8. 21 Teilnehmer aus Dänemark, Österreich, Schweden und Estland werden die Warnemünder Woche noch bis zum Schlusstag am Sonntag begleiten. Die jungen Seglerinnen und Segler tragen ihre Boys and Girls Championships aus.

Entwickelt wurde die kleine Einhandjolle Anfang der 1990er-Jahre in Finnland. Sie sollte jungen Seglerinnen und Seglern den Übergang in sportlichere Klassen erleichtern – ohne sie gleich mit zu viel Boot zu überfordern.

Die Eröffnungsfeier Zoom8 Boys and Girls Championships fand am Dienstagabend im Lokschuppen statt. 

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