Eröffnungskonzert knüpft an „100 Jahre Warnemünder Woche“ an
Das Thema „100 Jahre Warnemünder Woche“ war gestern Abend auch beim festlichen Eröffnungskonzert in der Warnemünder Kirche präsent. Passend dazu bildete ein Ausschnitt aus einem Werk von Mendelssohn, das auch im Sommer 1926 in der Warnemünder Kirche zu hören war, den Auftakt zu einem Konzertabend, der musikalisch wunderbar auf die Warnemünder Woche einstimmte.

„Viel hat sich verändert in den letzten 100 Jahren, fast alles eigentlich: technologisch, politisch und gesellschaftlich. Aber es gibt auch Konstanten wie die Warnemünder Woche beweist. Schon vor 100 Jahren wurde hier gesegelt“, sagte Ulrike Döring, Leiterin Büro Warnemünder Woche in der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, in ihrer Begrüßungsrede. Der Kern der Warnemünder Woche sei eigentlich seit 100 Jahren unverändert die gemeinsame Begegnung. Es ginge darum, dass Menschen zusammenkommen, man sich sportlich misst, gemeinsam staunt, applaudiert und schöne Erinnerungen mit nach Hause nimmt. „100 Jahre Warnemünder Woche erzählen genau diese Geschichte. Von Menschen, die über all die Zeit Verantwortung übernommen haben. Von Ehrenamtlichen, Vereinen, Sportlerinnen und Sportlern, Musikerinnen und Musikern sowie Partnern und Sponsoren – und von unzähligen Gästen, die die Veranstaltung überhaupt erst mit Leben füllen“ sagte Döring und hob das große Engagement der ehrenamtliche Warnemünder-Woche-Crew hervor.
Zum gemeinsamen Erleben trug auch das Eröffnungskonzert in großem Maße bei. Die gute Akustik der Kirche unterstütze die stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger der Warnemünder Kantorei sowie das Orchester „Mecklenburger Kammersolisten“ unter der Leitung von Kantor Sven Werner hervorragend.
Olympia-Flair in der Wal-Bar

Bei der Talkrunde zur Olympia-Bewerbung saßen gestern gleich mehrere Olympiamedaillen-Gewinnerinnen und -Gewinner auf der Bühne. Zu Wort kam außerdem Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern und der Rostocker Sportsenator Steffen Bockhahn. Moderiert wurde die Runde von Heiko Lex, Referent für Sportvereine und Olympia-Bewerbung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Über ihre Erfahrungen und Eindrücke von den Olympischen Spielen berichteten Kanutin Ramona Portwich (1988 Gold / Seoul, 1992 Silber und Gold / Barcelona, 1996 Gold und Silber / Atlanta), Turmspringerin Annika Walter (Silber / 1996 Atlanta) und Langstreckenläufer Hansjörg Kunze (1988 Bronze / Seoul). Sie machten deutlich, welch großen Stellenwert Olympische Spiele für Athletinnen und Athleten besitzen – insbesondere, wenn sie im eigenen Land stattfinden. „Einen gigantischen Effekt auf Mecklenburg-Vorpommern“ erwartet Wasserspringerin Annika Walter, wenn die Spiele mit den Segelwettbewerben nach Warnemünde kommen sollten. Kunze, der seit 2022 Präsident des Leichtathletik-Verbandes von Mecklenburg-Vorpommern ist, sieht die Olympischen Spiele aus sportlicher Sicht als wertvollste Marke, um die es sich als Standort auf jeden Fall zu kämpfen lohnt. Ein Zuschlag bei der Olympia-Bewerbung würde weltweite Aufmerksamkeit für die Region bedeuten.
Auch Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern, betonte die große Bedeutung Olympischer Spiele für ein Land. Olympische Spiele hätten sportpolitisch natürlich die allergrößte Bedeutung, die man sich vorstellen kann. „Das sind die Weltspiele des Sports. Da treffen sich alle Topathletinnen und -athleten zu den olympischen Spielen. So etwas vor Ort hier in Mecklenburg-Vorpommern in Rostock zu haben, ist natürlich auch aus sportpolitischer Sicht eine gute Gelegenheit, nicht nur zu zeigen, dass wir das können, sondern auch um zu zeigen, dass es sich vom Breitensport bis zum Spitzensport lohnt, auf ein Ereignis hin zu trainieren“, sagte Drese.
Das Fazit des Olympia-Talks fiel sehr positiv aus: Segeln ist die DNA von Rostock/Warnemünde mit einem Revier der Extraklasse, Segeln zum Anfassen und überzeugenden Nachhaltigkeitsaspekten wie dem Olympischen Dorf auf einem Kreuzfahrtschiff.








