Der Warnemünde Verein als starker Partner der Warnemünder Woche

Der Warnemünde Verein trägt seit Jahrzehnten mit viel Engagement zum Gelingen der Warnemünder Woche bei, indem er sich in großem Umfang inhaltlich beim Sommerfestprogramm mit einbringt. Jedes Jahr stellt der Verein zum Beispiel den traditionellen Festumzug „Niege Ümgang“ mit rund 3000 Teilnehmenden auf die Beine. Im Februar hat sich der Vereinsvorstand neu aufgestellt und blickt auf eine gelungene erste Warnemünder Woche unter seiner Regie zurück. Im Interview erzählt die neue Vereinsvorsitzende, Stefanie Pensky, was sie antreibt, wie sie die 88. Warnemünder Woche empfunden hat und welche Pläne es für die Zukunft des Events gibt.

Welche persönliche Verbindung hast du zu Warnemünde und dementsprechend auch den dortigen Traditionen und der Historie des Seebades?

In Warnemünde wohne ich jetzt seit 1987. Aber auch vorher ging es oft mit der Familie zum Baden an den Strand, spazieren gehen oder zum Schwimmen ins Meeresbrandungsbad, von Rostock aus ging das ja immer schnell. Mit dem traditionellen Ümgang, jetzt „Niege Ümgang“ verbindet mich vor allem die Teilnahme mit meinen Klassenkameraden während meiner Schulzeit an der Heinrich-Heine-Schule sowie in den ersten beiden Jahren meiner Ausbildung beim Kurbetrieb. In der heutigen Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde bin ich immer noch tätig. Durch meine Mutter, die seit Rentenbeginn als Stadtführerin tätig ist, erfahre ich viel über die interessante Historie Warnemündes, ich lese aber auch gern den „Tidingsbringer“ und besuche das Heimatmuseum.

Was hat dich motiviert, das Amt der Vorsitzenden des Warnemünde Vereins zu übernehmen beziehungsweise im Vorstand mitzuarbeiten?
Ich bin seit 2018 Mitglied im Verein, war seit 2022 als Beisitzerin im Vorstand mit dabei und habe dann auch Inge Regenthal schon bei der Organisation der Veranstaltungen unterstützt. Von daher verfüge ich schon über eine gewisse Erfahrung, verspürte aber auch eine gewisse Verantwortung, die tolle Arbeit des Vereins für seine Mitglieder und für Warnemünde fortzusetzen und nun auch mitgestalten zu können.

Wie war für dich die erste Warnemünder Woche als Vereinsvorsitzende? Bist
du zufrieden, wie die Programmpunkte verlaufen sind, an denen der Verein
beteiligt war?

Tatsächlich gefühlt etwas weniger anstrengend als sonst, da zum Beispiel die Organisation des „Niege Ümgang“ überwiegend von Vorstandskollegin Stefanie Conrad übernommen wurde. Wir wurden in diesem Jahr von der WIRO in einem Film vorgestellt, der dann auch auf der großen Leinwand vor den Wunschfilmen gezeigt wurde – das hat uns schon stolz gemacht. Insbesondere die vielen Besucher am Rand der Strecke und die tollen Beiträge aller
Teilnehmenden haben mich persönlich begeistert. Mit dem Wetter hatten wir Glück und das will schon was heißen. Das Eröffnungsprogramm war eine gute Mischung aus Tradition und Moderne und zeigte die Vielfältigkeit der
Warnemünder Vereinslandschaft. Hier und da hat es natürlich geruckelt, aber das bekommen die Meisten nicht mit und gehört dazu. Das Team um Ulrike Döring vom Büro Warnemünder Woche ist wie jedes Jahr gut aufgestellt
gewesen, und da haben wir einen guten Draht hin, da unsere Büroräume
gegenüber liegen.

Gibt es schon Ideen, an welchen Stellen eventuell Dinge oder Abläufe bei der kommenden Warnemünder Woche noch mal neu angepasst werden sollen?
Als Verein wollen wir nichts an der 100-jährigen Erfolgsgeschichte der Warnemünder Woche ändern. Unser Kooperationsvertrag mit der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde als Verantwortliche für das Kultur- und Landprogramm und mit Highlights Event Management MV als verantwortliche Agentur für die Marktmeile wurde ja erst im vergangenen Jahr geschlossen. An welchen Schräubchen noch minimal gedreht werden muss, dazu fanden schon erste Auswertungsgespräche statt. Sichtbar sind Fortschritte bei den Segelsportstätten – die Sportschule Warnemünde zählt zu den modernsten Sporteinrichtungen. Hinsichtlich Mobilität und Barrierefreiheit haben wir noch Luft nach oben, so könnte ich mir zum Beispiel auch eine Gebärdendolmetschung für das Eröffnungsprogramm vorstellen. Ob Anpassungen durch die geplante Neuausrichtung des
Veranstaltungsmanagements der Hanse- und Universitätsstadt Rostock notwendig werden, kann ich schwer einschätzen. Auch die kommende Warnemünder Woche soll ein Fest sein, bei dem Vereine, Ehrenamtliche und
Besucher gemeinsam anpacken, feiern und neue Ideen entwickeln.

Oder wird es vielleicht ganz neue Programmpunkte geben?
Neue Programmpunkte wird es in den nächsten Jahren ganz sicher geben. Ich fand das Para-Fechten in diesem Jahr besonders interessant und könnte mir vorstellen, dass auch weitere inklusive Sportangebote ihren Platz im Programm finden. So könnte das Programm noch vielfältiger werden und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Das Thema Nachhaltigkeit kann und wird künftig sicher noch stärker aufgegriffen werden.

Was wünscht du dir für die Zukunft des Vereins, insbesondere im Zusammenhang mit der Warnemünder Woche?
Für die Zukunft des Vereins wünsche ich mir, dass die Warnemünder Woche weitere 100 Jahre nicht nur Fans des Segelsports begeistert, sondern auch unser Vereinsleben stärkt, Menschen zusammenbringt und Raum für Begegnungen, gemeinsames Engagement und gelebte Gemeinschaft bietet.

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