„Niege Ümgang“ erstmals unter neuer Regie 

Zahlreiche Zuschauer und Zuschauerinnen an den Straßenrändern verfolgten
begeistert den fröhlichen Festumzug durch Warnemünde. Mehr als 3000
Akteurinnen und Akteure liefen beim diesjährigen Ümgang mit und
repräsentierten lokale Vereine, Verbände, Organisationen und
Gewerbetreibende. Erstmals lag die Regie des „Niege Ümgang“ in den Händen
von Stefanie Conrad, Vorstandsmitglied im Warnemünde Verein. „Das war sehr
aufregend, und ich bin sehr glücklich, dass alles glatt gelaufen ist, aber ich
wurde ja sehr gut eingearbeitet. Es war toll, wie viele Leute an den Straßen
standen“, sagt Conrad. Ihre jahrzehntelange Vorgängerin Ingeborg Regenthal
war ebenfalls vom Umzug begeistert: „Ich habe den „Niege Ümgang“ zum
ersten Mal richtig gesehen und habe festgestellt, dass es wirklich toll ist, was
der Verein auf die Beine stellt.“


Die Eröffnung der Warnemünder Woche im Kurhausgarten war sehr gut
frequentiert. Zum Bühnenprogramm mit Gesangs- und Tanzeinlagen zählten
unter anderem Auftritte des Shantychors De Klaashahns, der Warnemünder
Trachtengruppe, der Warnemünder Line Dancer und der historischen Figuren
des Ostseebades. Durch das Programm führte Nordmagazin-Moderatorin
Frauke Rauner.


Präsent war bei der Eröffnung auch das Thema Olympia-Bewerbung. Dazu
sagte Eva-Maria Kröger: „Es ist die 88. Warnemünder Woche. Wenn wir etwas
können, dann ist das Segelsport.“ Sie sprach ein großes Lob an die
ehrenamtliche Crew der Warnemünder Woche aus, durch deren Engagement
die Veranstaltung erst ermöglicht wird. Kröger freut sich bereits darauf, auch in
diesem Jahr wieder zwei Tage bei den Ehrenamtlichen mit anzupacken.

Sommerfest-Programm am Sonntag, 5. Juli:
NDR Jazztime, Konzerte und Tanzkurse


Im Kurhausgarten erwartet die Besucherinnen und Besucher morgen ein
musikalisches Potpourri aus Jazz, Hits der Neunziger- und dem Sound der
Sechzigerjahre. Von 11 bis 13 Uhr heißt es „Bühne frei“ für die NDR MV
Jazztime live mit Andreas Pasternack und Joachim Böskens. Eine musikalische
Reise durch zwei Jahrzehnte steht am Abend auf dem Programm. Das
Rostocker Duo Trashformers präsentiert von 18 bis 19 Uhr Das die größten Pop
Trash-Perlen der Neunzigerjahre von Britney Spears bis Backstreet Boys.

Beach-Handball-Tage
Bei den Beach-Handball-Tagen in der Strand Arena Warnemünde stehen
morgen ab 10 Uhr die Viertel- und Halbfinale an, bevor es ab circa 14 Uhr in
den Finalspielen um den Sieg geht. Die Endspiele werden fachkundig
moderiert.

 

Wind und Welle zum Start in die Regattawoche

Die 88. Warnemünder Woche empfing die Seglerinnen und Segler zum Start
mit feinstem Rückseitenwetter. Typisch für diese Wetterlage sind blauer
Himmel, immer wieder unterbrochen von Wolkenfeldern, und ein strammer
Wind aus Nordwest. Die angesagten acht Windstärken in Böen trieben hier und
da am Morgen noch ein paar Sorgenfalten in die Gesichter, doch gegen Mittag
sollte der Wind etwas nachlassen. Beste Segelbedingungen für den ersten Tag!
Den Auftakt machten traditionell die Seesegler, die mit elf Yachten pünktlich
gegen 11 Uhr im Schutz der Ostmole in die Wettfahrt starteten. Auf knapp 30
Seemeilen segelten die Crews bei anspruchsvollen Bedingungen durch Wind
und Schwell westwärts in Richtung Kühlungsborn um den Tagessieg, den sich
die Crew um Skipper Falk Einecke sicherte. Kurz vor Schluss meldete eine Crew
noch einen Ruderschaden und musste vom Seenotrettungskreuzer Arkona
eingeschleppt werden.


„Die Segler starteten mit einer langen Kreuz bis Kühlungsborn, segelten auf
einem tiefen Raumschenkel zurück nach Warnemünde und preschten nach der
letzten Tonne mit Halbwind ins Ziel. Heute war wirklich für jeden etwas dabei“,
schwärmt Wettfahrtleiter Dirk Jahnke.

Liegt nach Tag eins der Warnemünder Woche auf Rang zwei: Fabian Lemmel aus Berlin. Foto Pepe Hartmann

Finn-Dinghy


Die elf Segler im Finn-Dinghy eröffneten eine Stunde später, kurz nach 12.00
Uhr, die Warnemünder Woche in den internationalen Klassen. Auf Kurs Charlie
segelten die Finns etwas weiter draußen drei Wettfahrten. Geplant waren
eigentlich nur zwei Wettfahrten, doch am Vorabend kam der Wunsch auf, noch
eine weitere Wettfahrt einzuplanen, falls am Sonntag nicht gesegelt werden
könne.


Den Tagessieg sicherte sich André Budzien, der die ersten beiden Wettfahrten
gewinnen konnte und in der dritten Wettfahrt auf Rang zwei ins Ziel kam.
Budzien hat das Revier vor Warnemünde in bester Erinnerung. 2018 ersegelte
er sich in der OK-Jolle vor Warnemünde den Weltmeistertitel, im vergangenen
Jahr Rang vier bei der EM. In der OK-Jolle sehen wir Budzien in der zweiten
Hälfte der Warnemünder Woche wieder

Knapp hinter Budzien liegt Fabian Lemmel von der Seglervereinigung 1903
Berlin nach dem ersten Tag auf Rang zwei.
„Es war hammermäßig. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass Warnemünde das
beste Revier Deutschlands ist. Wind und Welle vor Warnemünde sind
einzigartig. Wirklich geiles Segeln!“, sagt Fabian Lemmel im Anschluss.
Der Finn kann auch ruhig mehr vertragen, fasst Fabian Lemmel die
Bedingungen im ersten Rennen zusammen. In der zweiten Wettfahrt stellte der
nachlassende Wind von zuvor über 20 Knoten auf 13 Knoten die Athleten vor
neue Herausforderungen. Zumal der Wind in der dritten Wettfahrt wieder
anzog und sich die Segler erneut umstellen mussten.

ILCA


Für die drei ILCA-Klassen begann die 88. Warnemünder Woche am frühen
Nachmittag mit weniger Wind als angenommen. Ihr Startfenster fiel genau in
ein kleines Windloch, in dem der Wind etwas abnahm, aber noch immer gutes
Segeln erlaubte. Pünktlich zur zweiten Wettfahrt frischte es dann wieder
ordentlich auf und bescherte den drei Klassen viel Spaß auf der küstennahen
Bahn Bravo.


Im ILCA 4 setzte sich die junge Seglerin Kira Gremlitza vom Berliner Segelclub
nach dem ersten Tag an die Spitze. Knapp dahinter folgen punktgleich Julian
Konrad Garbe und Rasmus Buck.


Auch im ILCA 6 liegen die Top Drei nach zwei Wettfahrten nur wenige Punkte
auseinander. Victor Hensel vom Verein Seglerhaus am Wannsee und Stephanie
Louise Norton aus Hongkong sind punktgleich. Hensel segelte in der letzten
Wettfahrt aber als Erster ins Ziel und übernahm damit den obersten Platz auf
dem Treppchen. Hinter den beiden folgt Amelie Elstner vom Segel- und
Motorboot-Club Überlingen.


Nik Aaron Willim vom Norddeutschen Regatta Verein segelte im ILCA 7
souverän auf die Plätze zwei und eins und führt die Liste nach dem ersten Tag
an. Auf Platz zwei und drei folgen punktgleich Theodor Middelthon aus
Norwegen sowie der Kieler Ole Schweckendiek, der im letzten Rennen hinter
Middelthon ins Ziel segelte. „Für mich waren es die ersten stärkeren Bedingungen seit knapp drei Wochen
und zum Schluss war ich ziemlich aus der Puste, aber es hat richtig Spaß
gemacht, bei dem Wind und der Welle zu segeln. Ein solider Start in die
Regatta!“, sagt Ole Schweckendiek, der den Tag mit zwei vierten Plätzen auf
Rang drei abschließen konnte.

Topcat


Die tiefsten Sorgenfalten hatten die Topcat-Segler morgens im Gesicht. Die
Bedingungen waren für die kurzen Katamarane nicht ideal und so wollte man
bessere Bedingungen am Nachmittag abwarten. Tapfer starteten die beiden
Klassen K2 und K3 jeweils eine Wettfahrt. Doch in der alten Welle kam es zu
zahlreichen Kenterungen, sodass insgesamt nur drei Boote das Ziel erreichten.
Ralf Zank und Steffen Johne führen die Rangliste im K2 an, Matthias Horstmann
im K3.