Laser fluten Warnemünde

In den letzten 14 Tagen vor dem ersten Start lief die Meldeliste bei den Lasern heiß. Von mageren 87 Meldungen explodierte die Meldezahl beim Europa Cup im Rahmen der Warnemünder Woche (6. bis 14. Juli) auf 215. Damit stellt die Einhandjolle die insgesamt größte Flotte der 1.400 Teilnehmer der 82. Warnemünder Woche. Eine der drei Laser-Klassen, die in Warnemünde antritt ist der Laser 4.7.

„Es ist eine beliebte Klasse, weil es keine Materialschlacht gibt. Es gewinnt der beste Segler, die beste Seglerin“, kennt die Klassen-Vorsitzende Alexandra Behrens die Gründe für die Beliebtheit der olympischen Jolle. Mit dem Laser 4.7, dem Laser radial und dem Laser Standard gibt es drei Segelgrößen, so dass es für Jugendliche, Frauen und Männer passt. In den insgesamt fünf Disziplinen (Laser 4.7 M/W, Laser Radial M/W, Laser Standard) starten Aktive aus 25 Nationen.

Seit vielen Jahren ist die Laser-Klassenvereinigung der Warnemünder Woche treu, und auch in diesem Jahr wird der Laser Europa Cup in der zweiten Hälfte von Donnerstag bis Sonntag ausgetragen. Nach den Stationen in Slowenien, der Schweiz, Frankreich, Italien, Norwegen, den Niederlanden und Bulgarien macht der Europa Cup vom 11. bis 14. Juli in Warnemünde Station, bevor er über Ungarn im Dezember in Kroatien endet.

Der Laser 4.7ist seit 2006 Regattaklasse in Deutschland. Er verdankt seinen Namen der Segelfläche von 4,7 qm und hat somit eine dem Nachwuchs angepasste Segelgröße. Der 1971 eingeführte Laser 4.7 ist auf junge und leichtgewichtige Seglerinnen und Segler (50 bis 65 kg) ausgerichtet und wird auch als Zwischenstufe zwischen dem Optimisten und dem Laser Standard oder Laser Radial gesegelt.

Einer der großen Favoriten in dem kleinsten Laser ist vor Warnemünde der frisch gebackene Kieler-Woche-Sieger Ole Schweckendiek. Mit gerade einmal 14 Jahren ist Ole Schweckendiek der jüngste Kieler-Woche-Sieger 2019. Nachdem der Kieler bei der Europameisterschaft in Südfrankreich vor vier Wochen als Dritter in der Altersklasse U16 groß aufgetrumpft hatte, toppte er nun seine bisherige Performance. Erst im vergangenen Jahr ist er vom Opti in den Laser umgestiegen, jetzt war er der Konkurrenz haushoch überlegen. Mit dem Sieg im vorletzten Rennen machte er alles klar. In Warnemünde startet Schweckendiek noch im 4.7, aber er hat schon Pläne für die nächste Klasse: „Im Sommer steht noch die Deutsche Meisterschaft zur Travemünder Woche an, danach werde ich dann irgendwann in den Laser Radial umsteigen.“ Auf dem Podium zur Sieger-Pressekonferenz in Kiel hatte er offenbar Spaß: „Vielleicht kann ich im nächsten Jahr wieder hier sein.“

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