J/22-WM: Lautier bleibt in Führung, Menzner rückt auf

Der zweite Tag der J/22-Weltmeisterschaft brachte keine allzu großen Überraschungen hervor. Jean-Michel Lautier führt weiterhin die Gesamtwertung, vor Reiner Brockerhoff und Johan Koppermaes.

Tag Zwei der J/22-Weltmeisterschaft begann heute mit strahlendem Sonnenschein und einem leichten Lüftchen, das die Sechs-Knoten-Marke, die für eine Weltmeisterschaft gefordert sind, in Böen nur selten überschritt. Also entschied das Team um Wettfahrtleiter Lorenz Buchler den Start zu verschieben. Der Wetterbericht hatte am Morgen die Chance offengelassen, dass sich gegen Mittag eine leichte Seebrise aufbauen könnte, wenn sich das Land durch die Sonne ausreichend erwärmen würde. Und tatsächlich ging der Wind ab 13 Uhr hoch und es wurden segelbare acht bis zehn Knoten. Insgesamt konnten im Laufe des Tages drei Wettfahrten gesegelt werden.

Das erste Rennen wurde schnell absolviert. Danach gab es leichte Verzögerungen. Der Start des zweiten Laufs zog sich aufgrund des stark drehenden Winds fast eine Stunde hin. Immer wieder musste die Startlinie verlegt werden. „Das war etwas anstrengend, aber ansonsten war es heute wieder ein guter Segeltag“, fasste Wettfahrtleiter Buchler am Abend zusammen.

Auf den ersten drei Plätzen gab es heute keine Veränderung. Der Niederländer Jean-Michel Lautier konnte seine Führung auch am zweiten WM-Tag behaupten. In der ersten Wettfahrt des Tages fuhr er zwar mit einem geteilten sechsten Platz einen Ausreißer als Streicher, konnte dann aber mit zwei ersten Plätzen seine Serie fortsetzen. Nach aktuellem Stand führt er mit sechs Siegen in sieben Läufen. Den Lauf den Lautier nicht für sich entschied gewann der Duisburger Reiner Brockerhoff, der auch weiterhin auf dem zweiten Platz liegt. Johan Coppernaes aus Kanada bleibt an dritter Stelle. Neu in die Top-Fünf aufgerückt ist der Kieler Martin Menzner, der heute einen zweiten, einen dritten und einen elften Platz fuhr. Dirk Jan Verdoorn ist um einen Platz, auf den fünften, zurückgerutscht.

Morgen stehen drei Wettfahrten auf dem Programm der J/22-Segler, falls der Wind mitspielt. Vorhergesagt ist schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. „Vielleicht geht morgen ja trotzdem was“, hofft Wettfahrtleiter Buchler. Der erste Start wäre um 12 Uhr.

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