Endlich zurück: Hannah Anderssohn

    Lange musste sie verletzungsbedingt pausieren, jetzt ist die Segelhoffnung Hannah Anderssohn zurück. Die Warnemünderin geht beim Laser Europa Cup (11.7. bis 14.7.) im Laser Radial an den Start.

    Ganz Warnemünde ist gespannt auf den Auftritt „ihrer“ Tochter: Hannah Anderssohn. Genau 540 Tage hatte die Warnemünderin pausieren müssen. „Es ist ein krasses Gefühl, wieder an den Start zu gehen“, so die Jugend-Weltmeisterin von 2017 bei ihrer ersten Regatta nach der langen. Die Prognosen, dass sie es wieder schaffen würde zu regattieren, waren eher schlecht. Doch die 19-Jährige hat sich durchgebissen. „Bei einigen Bewegungen bin ich nicht 100-prozentig schmerzfrei. Vor allem bei wenig Wind läuft nicht alles rund. Aber ich bin am Start und blicke jetzt von Wettfahrt zu Wettfahrt“, so die Warnemünderin. Weit voraus könne sie nicht planen. „Ich muss sehen, was die Zeit bringt, und freue mich über jede Wettfahrt“, erklärt Anderssohn

    „Wenn irgendetwas kneift und wehtut, steht eine Pause an“, so Franziska Goltz. Die Laser-Radial-Juniorentrainerin ist nicht nur der Coach, sondern auch die Vertraute. „Ganz oben steht die Gesundheit. Daher haben wir auch über Pfingsten der YES Wettfahrten ausfallen lassen“, so Goltz. Auch die Kieler Woche segelte Hannah Anderssohn nicht mit, um jetzt auf ihrem Revier, wo sie Zuhause ist und sich wieder herangekämpft hat, dabei zu sein. In Kiel bei der Young European Sailing (YES) kullerten die Tränen nach dem ersten Wettkampftag und der Führung vor Freude. Hannah Anderssohn muss kleine Schläge segeln. Sie blickt von Regatta zu Regatta. Doch es wäre nicht Hannah, wenn der Blick am Ende nicht doch Richtung Olympia gerichtet wäre. „Im nächsten Jahr die Ausscheidung mitsegeln, wäre toll, und dann vielleicht Richtung 2024“, so die 19-Jährige.