H-Boot WM: Die besten der Welt

Die 83. Warnemünder Woche hat als einen der seglerischen Edelsteine die H-Boot Weltmeisterschaft im Programm.

Das Segelhighlight der Mecklenburgischen Ostseeküste ist die Warnemünder Woche. Und auch in diesem Jahr finden wieder viele hochkarätige Regatten statt, zu denen zahlreiche Top-Segler nach Warnemünde kommen werden, um sich zu messen. Ein Höhepunkt der diesjährigen Warnemünder Woche ist die Weltmeisterschaft der H-Boote, die vom 6. bis 11. Juli stattfindet. „Wir kommen als Klasse einfach gerne nach Warnemünde. Das Revier mit seiner langen Ostseewelle ist perfekt für’s H-Boot geeignet.“, sagt Christoph Zander, Präsident der deutschen H-Boot Klassenvereinigung. Das H-Boot wurde bereits 1967 vom finnischen Yachtkonstrukteur Hans Groop entworfen und ist mit über 5.000 Exemplaren eines der meistgebauten Kielboote weltweit. Die Klasse ist heute, 53 Jahre später, aktiver denn je und bringt große Felder an die Startlinien. Die Saare-Werft hat dieses jahr auf der Boot Düsseldorf ein neues H-Boot vorgestellt und Niels Nielsen als Geschäftsführer der Saare Yachts Vertretung in Eckernförde wird nicht nur mit dem neuen Boot teilnehmen, sondern auch als Sponsor die Weltmeisterschaft unterstützen.

Das H-Boot wird meist mit Crews von drei bis vier Personen gesegelt. Bei Weltmeisterschaften gilt, dass das Crewgewicht 300 Kilogramm nicht überschreiten darf. Fotos: Pepe Hartmann

Bei der letztjährigen H-Boot WM im niederländischen Medemblik starteten 50 internationale Crews, um ihre Weltmeister zu ermitteln. Aufgrund der großen Popularität des H-Boots in Deutschland ist davon auszugehen, dass das Feld in Warnemünde noch einmal größer sein wird. „Wir schätzen, dass mindestens 50 in Warnemünde starten werden“, so KV-Boss Zander.

Als großen Favoriten auf den Titel sieht er den dänischen Segelmacher Claus Høj Jensen, der sich den Titel bereits sieben Mal sichern konnte, zuletzt 2019. Doch auch aus deutscher Sicht gibt es Chancen für eine Topplatzierung: Der mehrfache Deutsche Meister Lars Bähr wurde 2019 Fünfter und musste sich nur knapp dem zweifachen America’s Cup-Teilnehmer Italiener Flavio Fantini geschlagen geben, der Vierter wurde. Mit an Bord hatte Lars Bähr den Olympiateilnehmer und ehemaligen DDR-Kadersegler Felix Krabbe als Vorschoter, der mit Frank Schönfeld 2019 Deutscher Meister wurde. Historisch gesehen sind die Startfelder bei den internationalen H-Boot-Events oftmals hochklassig besetzt. Die dänische Segellegende Jesper Bank hat sich zum Beispiel bereits zwei Mal in die Liste der H-Boot-Weltmeister eingetragen.