29er erstmalig vor Warnemünde
08.07.2010
"Rund Bornholmer" gekürt -
Aller guten Dinge sind drei! So auch in Warnemünde: derzeit messen sich die deutschen Spitzensegler des ultraschnellen Jugend-Skiffs 29er, der anspruchsvollen Zwei-Mann-Racing-Jolle 505er und der Zwei-Mann-One Design-Jolle Flying Dutchman in ihrer Internationalen Deutschen Meisterschaft auf den Regattabahnen vor Warnemünde. Der 29er ist die derzeit schnellste Jugendbootsklasse und gilt als Vorbereitungsklasse auf die olympische Bootsklasse 49er. Noch nie haben sie ihre IDM in Warnemünde ausgetragen. Zur Premiere führen in dem 41 Teams starken Gesamtstarterfeld nach drei Wettfahrten die Wunstorfer Geschwister Kim Niclas/Yannik Holste vor den süddeutschen Julia Nett/Thomas Martin aus Miesbach. Bei den 505ern lilegen nach zwei Wettfahrten Maike Schomäker/Holger Jess auf Rang eins, dicht gefolgt von den Rostocker Lokalmatadoren Lutz Stengel/Framk Feller. Der „fliegende Holländer“ unter den Einheitsklassen, die Flying Dutchman, geht mit 33 Teams an den Start. Nach drei Wettfahrten führen Peggy/Torsten Bahr das Feld an.
Heute Morgen um 5.30 Uhr war es soweit: der letzte Rund Bornholmer machte im Hafen an der Mittelmole fest. Mit einer Gesamtzeit von 64 Stunden und 30 Minuten brauchte die „Polypapps“ von Jan Treutler fast doppelt so lange wie die Erstankömmlinge „Glashäger“, die bereits am vergangenen Dienstagabend zurückgekehrt war. Aufgrund einer speziellen Umrechnungsformel kann allerdings die „Uijuijuij-Crew“ von Friedrich Hausmann den Sieg der Langstreckenregatta nach der ORC I Wertung für sich verbuchen. Die „Glashäger“ muss trotzdem nicht leer ausgehen: Für die schnellste gesegelte Zeit gibt es den „hanseboot-Pokal“ als Sonderpreis. Mit der Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ konnte auch der Sieger der „hanseboot Open Offshore“-Regatta, die aus einer Gesamtwertung aus den Regatten „Warnemünde Cup“, „2 Up & Down“ und „Rund Bornholm“ besteht, ermittelt werden: das „Uijuijuij“-Team um Steuermann Friedrich Hausmann behauptete sich in der ORC Wertung während die „Kea“-Mannschaft um Steuermann Andreas Wenndorf in der IRC Wertung diesen Gesamtpreis gewann. In der derzeit laufenden Ranglistenregatta der Melges 24 konnte der Niederländer Henrik Hellmann mit einem Punkt Vorsprung am Deutschen Andy Vincon vorbeiziehen. Nach derzeit sieben Wettfahrten bleiben den Kontrahenten, bis zum Sonnabend, 10. Juli 2010 voraussichtlich noch drei weitere Rennen um das Blatt zu wenden.
Ab morgen sind wieder fünf komplette Regattabahnen besetzt. Die olympische Bootsklasse Finn-Dinghy wird genauso in das WARNEMÜNDER WOCHE Geschehen eingreifen, wie die Klassen J24, Korsar, OK-Dinghy und Pirat. Insgesamt 54 Finnsegler aus acht Nationen kämpfen bis Sonntag, 11. Juli 2010 um den Meistertitel. Unter ihnen der Junior-Weltmeister von 2007 Jan Kurfeld vom Yachtclub Wismar 61 und der diesjährige Masters Vizeweltmeister André Budzien. „Zu meinen stärksten internationalen Kontrahenten gehören in jedem Fall der Pole Piotr Kula und die schwedische Olympiahoffnung Björn Allansson“, so der 22-jährige Kurfeld aus Warnemünde




