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Titel verteidigt - WM im Visier

07.07.2009


Moritz Martin auf dem Sensoboard

„Jetzt glaube ich an den Weltmeistertitel“, freut sich Moritz Martin mit einem strahlenden Gewinnerlächeln. Der braungebrannte Surfer konnte nach dem gestrigen Medal Race (Finalrennen der besten Zehn) die Internationale Deutsche Meisterschaft der Surfklasse Raceboard bereits für sich entscheiden. Nach einer spannenden letzten Wettfahrt verdrängte er den bis dahin führenden Japaner Kazumasa Sugiura von der Pole Position und konnte seinen Meistertitel verteidigen.

„Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel! Ich freue mich, dass ich mich in so einem großen, starken und internationalen Starterfeld durchsetzen konnte. Jetzt hab ich genug Selbstbewusstsein getankt für die WM, bei der ich mir gute Chancen ausrechne“, berichtet der gebürtige Frankfurter optimistisch. Die IMCO World Championships 2009 finden ebenfalls im Rahmen der WARNEMÜNDER WOCHE, im direkten Anschluss an die Internationale Deutsche Meisterschaft statt. Auch Murat Tüten, Beauftragter der Deutschen Windsurfing Vereinigung (DWSV) für die Organisation der IDM und WM während der WARNEMÜNDER WOCHE, zählt Martin zu den Favoriten auf den Weltmeistertitel.
„Wir haben hier die größte WM der letzten 20 Jahre bezüglich der Teilnehmerzahl organisiert. In dem internationalen Starterfeld ist beispielsweise eine starke Gruppe Argentinier und Polen vertreten. Moritz Martin hat aber bei der IDM einen sehr souveränen und trainierten Eindruck gemacht“, erklärt der 57-Jährige, der sich selbst bei der IDM auf dem 22. Platz einreihen konnte.
Moritz Martin ist aber auch abseits des Surfbretts erfolgreich – als Duo mit seinem Bruder Nicolai Martin. Der Sportwissenschaftler (Moritz) und der Ingenieur (Nicolai) entwickelten in einer familiären Gemeinschaftsproduktion das „Sensoboard“. Ein Allround Sportgerät zur Förderung der Sensomotorik, des Gleichgewichts und der Tiefenmuskulatur. Damit ist es im rehabilitativen Bereich genauso einsetzbar, wie im Training der Surfer. „Ich selbst hatte vor circa drei Jahren die Idee – mein Bruder lieferte die Umsetzung. Seitdem trainiere ich auch selbst auf dem Sensoboard“ berichtet der dunkelhaarige Surfer mit einem zuversichtlichen Blick. Moritz` Bruder Nicolai freut sich ebenfalls über die erfolgreiche Zusammenarbeit: „Wir sind ein gutes Team! Die ersten Boards sind gefertigt und einige schon verkauft. Jetzt drücken wir alle Moritz die Daumen, dass er am Samstag ganz oben auf der Wertungsliste steht“.