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Sicherheit geht vor

06.07.2009


 

Uli Finckh beobachtet das Wetterradar

Uli Finckh blickt mit einer kleinen Sorgenfalte und zusammengekniffenen Augen auf den flimmernden Bildschirm. Der aus Bayern angereiste, neue Hauptwettfahrtleiter  der WARNEMÜNDER WOCHE checkt das Wetterradar auf der Mittelmole. Dabei steht er in engem Kontakt mit Annette Klinkmann vom Deutschen Wetterdienst  (DWD) in Hamburg die für den Nachtmittag einige schwere Regenschauer mit eventuellen Gewittern vorhergesagt hat.
Die Sicherheit von Seglern, Wettfahrtteams und Zuschauern auf See geht bei jedem Segelevent vor. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die genaue Beobachtung der Wetterverhältnisse. Ein Blick hinter die Kulissen der WARNEMÜNDER WOCHE zeigt wie viel Raum das Thema einnimmt.„Gewitter sind so gefährlich, weil es immer mit starken Windböen, teilweise zwischen 40 und 50 Knoten verbunden ist. Blitze können zwar auch einschlagen, sind aber nicht der Hauptgrund der Gefährdung“, erklärt Finckh mit nachdenklichem Ausdruck, als er akribisch die nahende Front untersucht.
„Ich beobachte das Wetterradar ständig und stehe zusätzlich in laufendem Kontakt mit dem DWD, damit ich rechtzeitig den Wettfahrtleitern auf den Bahnen Bescheid geben kann. Denn es kann zwischen 30 und 45 Minuten dauern bis alle zurück im sicheren Hafen sind“, erläutert Finckh, der die Verantwortung  für diesen Bereich trägt. „Ich bin äußerst vorsichtig. Wenn eine Kalt- oder Warmfront gemeldet ist, aus der sich Gewitter entwickeln könnten, verfolge ich die Entwicklung permanent. Grundsätzlich gilt das Motto `Safty first`, und dass während der WARNEMÜNDER WOCHE ab circa 25 Knoten Wind nicht mehr gesegelt wird“, schließt Finckh, da seine Aufmerksamkeit dann wieder dem Wetterradar gilt.