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SUP
13.07.2018

Im Lagezentrum werden die Regatten koordiniert

Wenn Peter Ramcke, der Sportdirektor der Wettfahrtleitung, von Stadien spricht, meint er auch in den Tagen der Fußballweltmeisterschaft nicht jenes in Moskau. „Seine“ Stadien sind die Regattabahnen vor der seeseitigen Haustür von Warnemünde. Und diese Stadien baut er jeden Morgen, auch mittags und am Nachmittag immer wieder neu auf. In ständigem Funkkontakt mit den Startbooten, die Wind und Wellen messen, legen er und seine drei Crewmitglieder die genauen Koordinaten für die Positionen der Startboote und der Tonnenleger fest. Stets unter dem Aspekt der optimalen Möglichkeiten für das Runden an den Tonnen, ihrer perfekten Peilung für die Segler.

Lagezentrum Warnemünder WocheAn ein gemütliches Zurücklehnen am schönsten Arbeitsplatz Warnemündes in der obersten Etage der Landessportschule, mit dem imposanten Überblick über den Hafen und die meisten Regattakurse, ist jedoch nicht zu denken. Gode Sevecke, der seit 1992 stets in der Wettfahrtleitung für eine Warnemünder Woche ohne Störungen sorgte, hält während des gesamten Tages über den UKW-Kanal 72 die Verbindung zu allen Startschiffen, zu allen Booten und Schlauchbooten, die in den Bahnkreisen ankern oder ihre Runden drehen. In Verbindung mit Warnemünde Traffic- Kanal 73, stimmt sich das Lagezentrum ab, damit Berufsschifffahrt und das Regattageschehen nicht miteinander kollidieren. Der Dritte im Bunde ist der Nautiker Peter Becker. Er kennt das Revier in der Warnowmündung wie seine Westentasche. Ist er doch Zeit seines Berufslebens auf dem Arbeitsschiff „Arkona“ hier täglich mindestens dreimal ein-und ausgelaufen. Sein Wissen komplettiert Zahlen und Fakten. Nautiker im Kleinschiffahrtbereich ohne Patent – so bezeichnet sich lachend Hannes Ifenbach, der als stellvertretender Wettfahrtleiter das Quartett komplettiert und wie alle anderen während des gesamten Wettfahrttages hier Wache geht.

 

Die Ruhe und Konzentration, die im Lagezentrum herrscht, kann nur unklares Wetter trüben. „Wenn wir keinen Start freigeben können“, so Peter Ramcke, „dann schleicht sich auch bei uns schlechte Laune ein. Wenn ein Tag dagegen mit allen Wettfahrten laut Ausschreibungen gelaufen ist, Welt-, Europameister und Sieger gekürt werden konnten, keiner Proteste wegen Wegerechtsverletzungen eingelegt hat, dann, ja dann lehnen wir uns zurück und prosten unserem Kaffee genüsslich zu.“ Dass dies auch in den letzten Tagen der 81.Warnemünder Woche so ist, darauf achten die Männer im Lagezentrum.