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Waschzuber-Tagebuch: Teil 2

Tag 10: Krise über Krise!

Nie allein unterwegs!

© Tino Kohler
Müritz Day! Doch der Wetterbericht, die Taxifahrerin und der Einheimisch mit dem Hund machen uns Mut. Wind knapp unter Orkanstärke aus Süd - Süd/West. Jetzt musste der Zuber seine Hochseetauglichkeit beweisen. Und er tat es! 12 Uhr: "Zuber has left the Müritz!"- Kinderspiel!

Erst danach tauchten die ersten größeren Schwierigkeiten auf. Kaum aus der Müritz raus, fiel unsere Wasserpumpe für die Bierkühlung aus. Im Grunde der wirklich einzige Grund auf der Welt, die Tour abzubrechen. Vor allem weil endlich die Temperaturen stiegen. Doch Chefingenieur Tino rettete uns alle. Der Motor der Pumpe sprang wieder an.
Das Aufatmen auf dem Zuber hob diesen um fast einen Meter an. Oder war es der Idiot mit seinem Motorboot, der uns unbedingt mit Vollspeed schneiden musste, so dass seine Heckwelle die der Müritz weit übertrafen. Danke, Du Ar...
Kurze Zeit später vernahmen wir tiefes Donnergrollen und fanden die Ursache nicht. Hätten wir beim letzten Radiointerview vielleicht doch nicht die Marine aus "Hohe Düne" herausfordern sollen? Doch dann, Entwarnung: Es war nur Nietschi´s Magen.
Der Rest der Tour verlief bis Plau am See halbwegs ereignislos, außer, dass immer mal wieder unsere Pumpe ausfiel. Unsere Nervosität wuchs, denn unsere Situation verkomplizierte sich. Was passiert, wenn die Bierkühlung ausfällt und gleichzeitig das Bier alle ist? Ergibt Minus und Minus wirklich Plus? Ein definitives NEIN!
Zumindest das Problem mit den Biervorräten konnte in Plau gelöst werden - sogar innerhalb kürzester Zeit, da uns der Wirt der "Bierklause" zum nächsten Supermarkt fuhr. Danke nochmals!
Tagesausklang war heute in Barkow. Hier gab es eine schöne Überraschung: Die erste Deligation der Warnemünder Faschingsfreunde (Uli, Holger und Lars) beglückten uns mit böhmischem Bier, Rum-Cola und Frischem vom Grill.
Nebenbei laufen intensive Reparaturarbeiten an der Wasserbierkühlung. Sollten diese scheitern, wird morgen früh eine Krisensitzung angesetzt werden müssen.

Tag 11: Um 6,90 m versenkt.

Prost Jungs!

© Toni Kohler

Krisensitzung bei einem sehr gutem Frühstück im Gutshaus Barkow. Nebenbei bemerkt ein sehr empfehlenswertes Haus! Doch wie jetzt weiter? Die Pumpe läuft nicht. Abbruch oder nicht? Und das zwei Tage vor dem Ziel. Ausschlaggebend war am Ende der Besuch der Macherfreunde am Vorabend. Das erinnerte uns daran, dass wir die Tour nicht nur für uns machen, sondern auch als Sympathieträger und Werbebotschafter für das Waschzuberrennen und seine Organisatoren. Also weiter!
Unser erstes heutiges Highlight war die Schleuse Bobzin. So tief wurden wir noch nie versenkt: 6,90 m. Wahnsinn! Auch unsere Witze wurden gleich viel flacher. Unser Tagesdank geht heute an die Crew der „Buxdehude“, die zweimal extra auf uns mit ihrem Schleusengang gewartet hat. Das sparte uns locker eine Stunde Fahrzeit.
Das war für heute wichtig, weil unser Zuber radikal ausgebremst wurde. Grund war die maximale zulässige Richtgeschwindigkeit von 1.666,67 mm/s. Also ganz deutlich unter unseren Möglichkeiten. Trotzdem erreichten wir Parchim – das Perlchen des Nordens – schon um 17 Uhr. Nach einem vollumfänglichem Stadtrundgang von ca. einer Stunde erfolgte der Ausklang des Abends im Brauhaus „Kaiserliches Postamt“.

Tag 12: Die letzten Meter

Geschafft!

© Tino Kohler
Heute waren es noch einmal 42 km bis zum Schweriner Schloss. Das Ganze mit unseren letzten drei Schleusen. Vor dem Start musste in Parchim aber erst noch der Literaturbestand der Schiffsbibliothek verdoppelt werden.

Das Wetter war heute einfach nur herrlich, so dass es uns auch noch nicht störte, dass wir an den Schleusen Parchim und Garwitz lange anstehen mussten. An letzterer gab es sogar lecker Kugeleis am Elde Schwimmbad, dem wir gleich mal noch zum 50. Betriebsjubiläum gratulieren. In Summe wurde es heute nicht unser Schleusentag. Wir verloren immer mehr Zeit, um dann noch zu erfahren, dass wir um 16 Uhr an der Hebebrücke Plate sein müssen. Denn was uns bis dato nicht bekannt war: Seit Mai 2015 öffnet sich diese Brücke nur noch viermal am Tag (10, 13, 16, 19 Uhr) und nicht, wie in unseren Unterlagen angegeben, alle anderthalb Stunden. Machen wir es kurz: Wir erreichten die Brücke nach der Schleuse Banzkow um 16:20 Uhr. So waren wir vor dem allerletzten Hindernis vor Schwerin gefangen- irgendwo im nirgendwo zwischen der Hebebrücke Plate und der Schleuse Banzkow. Und das für weit über zwei Stunden.
Die Brücke ist 1,75 m tief (also eine Nietschi-Höhe). Das wäre zu schaffen, wenn wir den ganzen Aufbau runter genommen hätten. Was für ein Aufwand! Aber wir hatten in Schwerin feste Termine mit dem Hafenmeister und dem Hotel! Zum Glück konnten wir diese verschieben, so dass wir uns die geschätzten anderthalb Stunden Abbauzeit sparen konnten.
19:30 Uhr fuhren wir dann endlich in den Schweriner See ein. Die Hafeneinfahrt fest im Blick, war dann um 19:42 Uhr unser Lotse und Chefnavigator Schicke so langsam „vorsichtig optimistisch“, dass wir unser Ziel heute noch erreichen. Das taten wir dann um 20:30 Uhr. Stolz und müde bezogen wir unser Quartier und ließen den Abend bei Steini ausklingen, dem Wirt des Rock-Palast und dem voraussichtlich zukünftigen Oberbürgermeister von Schwerin. Eine feste Städtepartnerschaft zwischen den Hafenstädten Schwerin und Merseburg ist in Vorbereitung.

Tag 13: Letzter Abend in Schwerin

Unser erstes Ziel war heute der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss, um dort unsere Petition „Kanal jetzt!“, dem Verkehrsminister Ch. Päge zu überreichen. Schwerin muss endlich in Zuberbreite mit der Ostsee verbunden werden! Leider wurden wir nicht vorgelassen, da man anscheinend aus Mecklenburg-Vorpommern sein muss, um hier Petitionen einreichen zu können. Weil wir schon mal da waren, nutzen wir die Gelegenheit für Kultur und führten eine ausführliche Schlossbesichtigung durch. Dabei lernten wir, dass fast alles im Schloss aus Pappmasche ist.
Der Landtag und ein anschließender Anfall von „kleinem Hüngerli“ verzögerten unsere heutige Abfahrt auf 13:15 Uhr. Dort erwarteten uns Windstärken von 4-5 in Böen 6. Jetzt mussten der Zuber und seine Besatzung noch einmal die Hochseetauglichkeit beweisen. Die Müritz war dagegen ein Kinderspiel. Alle hatten ihren Spaß und Dank der Gischt musste heute keiner duschen. Leider fraß der Wellengang auch rapide unsere Benzinvorräte. Das in Kombination mit dem Wellengang und der verspäteten Startzeit führte dazu, dass wir unser Tagesziel den Wallensteingraben aufgeben mussten. Wir haben zwar auch Ruder an Bord, aber wer will das bei diesen Windstärken?
Nördlichster Punkt auf unserer Motorzubertour war damit um 15:23 Uhr die Tonne Nr. 17, Höhe Dobin (am See) ca. 9 km vor dem Ziel (53,7278 – 11,4756). Auf der Rücktour zum Schweriner Hafen schlug noch einmal der Wind zu. Unser Lost-In-Sea Spezialist verlor seinen Hut und eine Socke. Auf anderen Seen waren es schon ein Paar Socken, ein Taschenmesser

Die Zuber-Crew rockt den Schweriner Rock Palast

© Tino Kohler
und ein Feuerzeug, die von ihm versenkt wurden. 18:30 Uhr verabschiedeten wir uns von der tosenden See, um einer neuen Sportart nachzugehen. Geocaching kennt jeder. Aber wer kennt Kneipencaching? Wir fanden so den kleinsten Biergarten Mecklenburg-Vorpommerns in der Traditionsgaststätte „Zur guten Quelle“. Für uns war aber ausreichend Platz.

Ein mehr als würdiges Ende fand der Tag dann nochmals beim angehenden OB von Schwerin Steini im Rock Palast. Schweriner, den müsst ihr wählen!

Tag 14: Der Zuber ist angekommen - Die Spiele können beginnen!

Heute endete unsere motorisierte Reise. Schade eigentlich! Kran und Transporter erwarteten uns um 13 Uhr am Südende des Schweriner Sees. Das hieß vor allem, den Zuber zum Transport fertig zu machen. So wurde aus Reisemobil ein Cabrio-Sports-Van. Während der Bautrupp die Demontagarbeiten durchführte, war der Biertrupp dabei, einen Getränkeladen zu suchen. Um einen passenden Abschiedseindruck in der Landeshauptstadt zu hinterlassen, zogen die Jungs mit dem Transportrollwagen und 3 leeren Bierkästen mitten über den Schweriner Kunstmarkt.
Flying Zuber

© Hendrik Seeburg

Wie immer zu unserer Lieblingsuhrzeit, 11.11 Uhr, verließen wir die Stadt.
Beim Erkunden der "Zuber-aus-dem-wasser-entnahmestelle" durch unsere 3 Kampftaucher, kam es zur ersten und einzigen kleinen Verletzung der Reise. Die Wunde wurde umgehend mit Bier ausgespült und der Patient damit gerettet.
Unser Tagesdank gilt heute der Fahrschule Barde, die uns dann problemlos aus dem Wasser hob und nach Warnemünde brachte. Um 15.30 Uhr hieß es dann: „Der Adler ist gelandet.“ Zuber Corax steht am Alten Strom. Jetzt begann der Umbau von Reise- in Kampfmodus.
Nach dem Umbau und dem Belegen des Zeltplatzes gab es dann ein Wiedersehen mit unseren anreisenden Freunden und Verwandten. Die reservierten 30 Plätze wurden schnell knapp und mussten ergänzt werden. 14 Tage mussten erzählt und ausgewertet werden.

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