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12.07.2009

Wechselhaft und Wunderschön

WW110709_10Die 72. WARNEMÜNDER WOCHE hatte alles zu bieten, von Schwachwind bis Sturm, von Tragödie bis Triumph, von Klassik bis Kultur. Maks Wojcik aus Polen konnte am Sonnabend die WM der Raceboards gewinnen und im olympischen Finn legte Jan Kurfeld aus Rostock eine beeindruckende Siegesserie hin. Insgesamt wurden bei der 72. WARNEMÜNDER WOCHE Titel in 24 Wertungsklassen vergeben. Knapp 2000 Segler aus 31 Nationen lieferten sich in mehr als 750 Booten und Boards harte Kämpfe. An Land zählten der "Niege Ümgang" zum Auftakt, das Rostocker Pilsener Waschzuberrennen und die Drachenbootrennen zu den Highlights. Insgesamt besuchten rund 700 000 Gäste die Veranstaltung - so viele wie nie zuvor.

Das zweite Wochenende der WARNEMÜNDER WOCHE bot Extreme: viel Wind kostete die Segler am Sonnabend alle Kraftreserven, am Sonntag hieß es dann, sich bei Schwachwind in Geduld zu üben. Jan Kurfeld ließ dabei die Konkurrenz in der olympischen Finn-Dinghy Klasse fast durchgängig im Heckwasser und legte mit sechs Siegen in sieben Rennen eine beeindruckende Serie vor. "Jan kennt hier einfach jede Welle beim Namen und fährt momentan echt super", sagte Anian Schreiber (21). Der Ravensburger trainiert am Olympiastützpunkt in Kiel und segelte vor Warnemünde in Kurfelds Heckwasser auf Rang drei.Altmeister André Budzin aus Schwerin sicherte sich Silber. "Ich hatte mir schon gewünscht, dass Jan gewinnt, er hat eine tolle Serie hingelegt und ich bin fast ein bisschen neidisch", sagte Budzin. Der Schweriner freute sich über den Erfolg seines Finn-Team-Germany, denn neben Kurfeld ist auch der Drittplatzierte Anian Schreiber aus der Fördergruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat den Nachwuchs zu unterstützen. Der Sieger sieht seinen Erfolg gelassen. "Vor der Haustür wollte ich natürlich unbedingt gewinnen. Jetzt konzentriere ich mich auf die EM in Bulgarien Ende August und will dort unter die Top 16 fahren", so der Juniorenweltmeister von 2007 und Junioreneuropameister von 2008. "Zur EM hat Jan noch mal die Gelegenheit seine Stärken in einem Weltklasse-Feld umzusetzen", so Budzin, der in diesem Jahr mit Gold bei der Masters-WM seinen Saisonhöhepunkt ersegelte.

Im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft der OK-Jollen mußte er sich mit Platz 10 begnügen - diesmal holte sich der Neuseeländer Greg Wilcox in einem spannenden Finale den Sieg in Warnemünde. Dabei verwies er den mehrfachen Weltmeister Karsten Hitz nach sieben Rennen auf Rang zwei. Der Kieler wurde wegen Pumpens im letzten Lauf erwischt und verschenkte damit die Chance auf den Sieg. "Auch wenn diesmal wegen des Starkwindes nicht so viele gestartet sind, konnte ich doch einige der weltbesten Segler schlagen", freute sich Wilcox, der seit einigen Jahren in Potsdam lebt. Der 48-Jährige segelt gerade auf Erfolgskurs, konnte auch schon die Kieler Woche gewinnen und hofft nun auf einen Platz unter den Top 10 bei der Weltmeisterschaft im August in Schweden.

Auf Bahn Delta wurde alles versucht, um eine Wettfahrt zu absolvieren, aber nach gut zwei Stunden schickte Wettfahrtleiter Frank Piotrowski die 505er, Piraten und Korsare unverrichteter Dinge wieder an Land. Somit standen die Sieger in diesen Klassen fest: Stephan Schweiger (Höhenkirchen) konnte mit Vorschoter Thorsten Koch in der 505er Klasse gewinnen, Marko Anderssohn und Thomas Anderssohn (Cottbus) lagen am Ende bei den Piraten vorne und die Korsar-Flotte hatten Dirk Braun/Jürgen Kruck auch aus Wuppertal im Griff.

Auf Bahn Golf konnte bei den Platu, J/24 und Melges immerhin noch eine Wettfahrt beendet werden und die Süddeutschen Segler spielten ihre Leichtwindfähigkeiten voll aus. Günther Tzeschlock aus Eigeltingen am Bodensee fuhr bei den Melges auf Platz eins und holte sich damit den Gesamtsieg vor dem gestern noch Führenden Jörn Petri aus Flensburg. Lars Bähr aus Werneuchen und sein Team zeigten in der Platu 25 Klasse bei den wechselhaften Bedingungen die beste Konstanz und holten sich den Sieg vor Reinhard Hübner aus Berlin. Und die Wertung der J/24 Klasse gewann Jan Hössermann und seine Hamburger Crew.

Die unter Rekordbeteiligung von 114 Startern ausgetragene Weltmeisterschaft der Raceboards wurde bereits am Sonnabend entschieden. Der Pole Maksimilian Wojcik erkämpfte den Titel und verwies Moritz Martin auf Rang zwei. "Es war eine spannende Serie und ich bin natürlich sehr glücklich, dass es am Ende geklappt hat", freute sich der 25-Jährige Sieger. "Ich war sehr angespannt, als der Titel in greifbare Nähe rückte und der Druck war enorm. Es ist mein bisher größter Erfolg. Ich trainiere auch im polnischen Kader der Olympischen RS:X Klasse, aber ich liebe die Atmosphäre bei den Raceboards, das ist purer Amateursport!", schwärmte der Pole, der zum ersten Mal bei der WARNEMÜNDER WOCHE startete.Der geschlagene Konkurrent Moritz Martin aus Linsengericht bei Frankfurt freute sich nach der ersten Enttäuschung auch über seinen Vizeweltmeistertitel. "Das letzte Rennen habe ich noch mal gewinnen können, das war gut fürs Ego und natürlich ist auch der Vizetitel ein toller Erfolg. Aber es war ein Kopf an Kopf Rennen und ziemlich knapp", so Martin (26) nach dem Abschluss der Serie. Dritter wurde mit klarem Punkteabstand der Slowake Patrik Pollak.

Rund 700 Segler aus 27 Nationen waren bereits in der ersten Hälfte der WARNEMÜNDER WOCHE voll auf ihre Kosten gekommen. Der Pole Jonasz Stelmaszyk konnte dabei den Laser Europa Cup für sich entscheiden, der Kieler Toni Wilhelm gewann die Internationalen Deutschen Meisterschaften der RS:X. Martin Moritz gab bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Raceboards mit einem ersten Platz bereits seine Visitenkarte für anschließend ausgetragene Weltmeisterschaft ab. Mit Starkwind kämpften die Yachten der Bornholm Rund Regatta. Von den insgesamt 67 gestarteten Yachten gaben 21 auf. Als erste Yacht querte die "Scho-ka-Kola" von Uwe Lebens aus Norderstedt nach 36 Stunden und 51 Minuten die Ziellinie. Die V.O.R. Yachten "SEB II" und "Illbruck" verpassten den Streckenrekord deutlich.
"Es waren sowohl für die Teilnehmer als auch für die Wettfahrtleitungen anspruchsvolle Bedingungen, die alle gut gemeistert haben", resümierte Chairman Bernd-Leopold Käther nach dem Ende der Segelregatten. "Die Segler haben sich alle sehr zufrieden geäußert. Ein großer Dank geht an das tolle Team hier vor Ort, das während der Veranstaltung einen hohen persönlichen Einsatz gebracht hat", lobte er.

Zufriedenheit auch bei den Organisatoren an Land: 700 000 Zuschauer waren an den zehn Veranstaltungstagen nach Warnemünde geströmt. Mit dem längsten Zug in der Geschichte (1,8 km, 3000 Teilnehmer) ging der "Niege Ümgang" zum Auftakt durch die Straßen, 13 Waschzuberrennen durchpflügten den Alten Strom. "Die Händler sind sehr zufrieden in diesem Jahr, wobei unsere Medienpartner, die Ostsee-Zeitung und der NDR, eine sehr wichtige Rollespielten: Der Zuspruch war an allen Tagen sehr gut", wusste Jörg Bludau von der Agentur KVS, die für die Händlermeile und das Kulturprogramm auf der Bühne am Leuchtturm zuständig war, zu berichten. 80 Stände waren auf der Promenade und am Alten Strom vertreten, etwa 900 Einzelpersonen hatten am Kulturprogramm mitgewirkt. "Die Resonanz war sehr gut, wir denken über eine Erweiterung der Meile nach, auch wird es im kommenden Jahr wohl ein Feuerwerk geben", blickte Bludau voraus. "Die Stimmung auf der Warnemünder Woche war sehr gut und sehr freundlich. Mithilfe der Medienpartner ist es gelungen, in der Öffentlichkeit eine breite Resonanz zu erzielen und die große Bandbreite der Veranstaltung darzustellen", fasste auch Holger Bellgardt vom Büro Hanse Sail der Stadt zusammen. Mit dem 11. Shantychortreffen und dem 8. Landestrachtentreffen ging die 72. WARNEMÜNDER WOCHE stimmungsvoll an Land zu Ende.

Die nächste WARNEMÜNDER WOCHE findet vom 3. bis 11. Juli 2010 statt.

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