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03.12.2010

Verlegung der Hafeneinfahrt und verbesserter Wellenschutz: Mehr Sicherheit für den Yachthafen auf der Mittelmole


Planung Yachthafen MM 2010Mit Hilfe einer stattlichen Fördersumme in Höhe von 832 000 Euro vom Land konnte der bisherige Pächter des 1961 gebauten Sportkomplexes auf der Mittelmole, der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern (LSB), das Grundstück am Wasser in Warnemünde endlich kaufen. Mit fachlicher Unterstützung der Universität Rostock und des Rostocker Planungsbüros INROS LACKNER AG werden nun 1,2 Mio Euro in den Yachthafen investiert, um den begehrten Hafen bis zur Saison 2011 sicherer und attraktiver zu machen. Mit der Verlegung der Hafeneinfahrt und einer neuen Spundwand will man den Wellenschutz verbessern.

„Unser Ziel ist, den Yachthafen Warnemünde zu einem sicheren, modernen und wirtschaftlichen Yachthafen mit Fokus auf den Segelsport, vor allem den Leistungssport, zu machen“, verkündet Torsten Haverland, Vizepräsident des Deutschen Segler-Verbandes Bereich Leistungssport und Geschäftsführer des Landessportbundes MV, nicht ohne Stolz. Sechs Jahre hatte er mit dem Vorbesitzer des Areals am Ende der Mittelmole, dem Eisenbahnvermögensamt, verhandelt, bevor das Grundstück den Besitzer wechselte und somit der Weg für dringend notwendige Modernisierungsmaßnahmen frei war. Denn der 1961 gebaute Sportkomplex mit Marina, Regattagebäude, Bettenhaus und Seglerheim ist in die Jahre gekommen. „Die Wellenschutzbauwerke, Hafenbegrenzungen und auch die landseitigen Flächen weisen Schäden auf, die eine Sanierung dringend erforderlich machen. Auch ist die Wassertiefe im Hafenbecken nicht ausreichend. Bei Niedrigwasser kann es bei den Kielschiffen zu Grundberührungen kommen“, hat auch der Leiter der Sportschule, Jörn Etzold, beobachtet. 1,2 Mio Euro investiert der LSB im ersten Bauabschnitt, der pünktlich zur Saison 2011 abgeschlossen sein soll. Mit Hilfe des Fachgebiets Küstenwasserbau der Universität Rostock wurden zunächst die bestehenden Probleme des Yachthafens dokumentiert. „Ziel unserer Untersuchungen in den Jahren 2009 und 2010 war die Bewertung von verschiedenen Varianten zur Anordnung von Wellenschutzbauwerken hinsichtlich der zu erwartenden Wellenbedingungen innerhalb des Hafen“, so Dr. Frank Weichbrodt vom Fachgebiet Küstenwasserbau. Die Ergebnisse sind eindeutig: Insbesondere bei westlichen und nördlichen Windrichtungen treten Wellenhöhen auf, die den Anforderungen der Nutzer an einen modernen Sportboothafen nicht entsprechen.
Mit der Durchführung der Planung wurde dann die INROS LACKNER AG mit Sitz in Rostock am 2. Juli 2010 beauftragt. Zu den zentralen Baumaßnahmen gehören der Neubau einer ca. 115 m langen senkrechten Wellenschutzwand als östliche Begrenzung des Hafens, die Verlegung der Hafeneinfahrt um ca. 25 m nach Norden sowie der Umbau des Kopfes des nördlichen Wellenbrechers im Zusammenhang mit der Verlegung der Hafeneinfahrt. Aus Kostengründen wird hier beabsichtigt, lediglich die vorhandenen Steine sowie ca. 80 m³ Wasserbausteine, die durch das Tief- und Hafenbauamt Rostock zur Verfügung gestellt werden, einzubauen.
Darüber hinaus wird die nutzbare Wassertiefe des Hafenbereiches auf 4 m vertieft. „Die bestehende hölzerne Steganlage wird abgebaut, dafür installieren wir einen ca. 100 m langen und 3 m breiten Schwimmsteg, der auf der östlichen Seite Fingerausleger und an der westlichen Seite Mooringbojen erhält“, ergänzt Dr.-Ing. Martin Amelung von INROS LACKNER AG. Die Breite der Hafeneinfahrt wird dann bei Mittelwasser ca. 19,5 m bzw. unter Berücksichtigung des nördlich gelegenen geböschten Wellenbrecherkopfes ca. 15,75 m (in 2,5 m Tiefe) betragen. „Dies ist einerseits ausreichend breit für eine Bootsbegegnung in der Hafeneinfahrt, andererseits schmal genug, um das Einlaufen von Wellen zu reduzieren und eine größere Wellenunruhe im Hafenbecken zu verhindern“, ist sich Dr. Amelung sicher. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen noch in diesem Monat, Baubeginn ist dann im Januar 2011. Pünktlich zur Segelsaison 2011 soll das Veranstaltungszentrum der WARNEMÜNDER WOCHE dann wieder voll und vor allem sicher einsetzbar sein.

Die gesamte Pressemeldung können Sie als PDF hier downloaden.

Die zum Artikel gehörende Grafik können Sie hochaufgelöst hier downloaden.


 


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