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14.07.2012

Luise, Lisa, Lena und ihre Laser Radial

„One4All“ segelt schnellste Zeit bei Mecklenburgischer Bäderregatta

Luise Wanser: „Das Boot ist wie eine Kühlschranktür“
Luise Wanser vom Norddeutschen Regattaverein Hamburg
© Gesine Schuer 
Luise Wanser segelt im Norddeutschen Regattaverein Hamburg und ist am Samstag früh gerade im Begriff, ihr Boot aufzutakeln. Am zweiten Wettkampftag belegt sie bisher vor dem Start den 25. Platz. Erst im Mai dieses Jahres ist sie in den Laser Radial umgestiegen, vorher segelte sie 420er. „Meine Steuerfrau ist leider ins Ausland gegangen“, sagt die 15-jährige. Luise ist das erste Mal in Warnemünde und empfindet die Veranstaltung als äußert entspannt. Mit dem Laser Radial hat sie sich noch nicht so recht angefreundet. Für sie ist das Boot „wie eine Kühlschranktür, so weiß und flach und es gibt nur wenige 'Strippen', was den Laser im Vergleich anspruchslos macht.“ Alleine auf einem Boot zu sein, findet sie nur halb so lustig. Trotzdem versucht Luise, erst einmal Fuß im Laser zu fassen und wird auch in nächster Zeit weiter Radial segeln. Die junge zierliche Seglerin bevorzugt wenig Wind – der Samstag brachte zumindest hierfür perfekte Voraussetzungen mit sich. Luise liegt am Samstag auf dem 28. Platz.

Lisa Fasselt: „2016 ist mein Ding!“
Lisa Fasselt trainiert auf der Ostsee vor Warnemünde
© Pepe Hartmann 
Lisa Fasselt (23) konnte letztes Jahr den Laser Europa Cup nicht für sich entscheiden, da sie letztlich auf Platz drei landete. Lisa kommt ursprünglich aus Essen und zog vor einiger Zeit nach Rostock, weil sie hier am besten trainieren kann. Sie absolviert eine Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Ecolea in Rostock und belegte bei der WM in Boltenhagen im Mai 2012 einen guten 29. Platz (sie wurde zweite Deutsche). „Ich bin heute nach der Wettfahrt ziemlich k.o., denn wir waren acht Stunden auf dem Wasser und es war echt kalt“, sagt Lisa. „Nach Kiel und der WM ist die WARNEMÜNDER WOCHE erst meine dritte große Wettfahrt in diesem Jahr. Ich möchte in diesem größeren Feld endlich einfach mal die Basics umsetzen und fehlerfrei fahren. Dabei geht es mir nicht so sehr um erste Plätze, sondern vor allem darum, konstant zu segeln.“ Das ganz große Ziel für Lisa sind die Spiele 2016. Trotz allem ist ihr auch ihre Ausbildung und ein anschließendes Studium wichtig, denn „das Segeln kann auch mal schlecht laufen und da ist es für mich ganz gut, wenn ich noch was anderes habe.“ Lisa liegt am Samstag auf dem ersten Platz.

Lena Haverland: „Ich fahre eher auf Speed“
Lena Haverland segelt bereits drei Jahre Laser Radial
© Pepe Hartmann 
Lena Haverland (17) fährt auf dieser WARNEMÜNDER WOCHE mit einem älteren Bootsrumpf. „Das läuft noch nicht so, denn ich kann nicht so recht Höhe laufen“, meint sie. Lena segelt ihr drittes Jahr im Laser Radial und hat sich am zweiten Wettfahrttag für eine neue Taktik entschieden. „Ich fahre jetzt eher auf Speed und das lief schon besser“, sagt die junge Frau, die lieber Starkwind mag. Bei der Jugend-EM möchte sie eine Medaille gewinnen. Am Samstag liegt Lena auf dem 15. Platz.

Torsten Haverland, Geschäftsführer des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern, Olympia-Teilnehmer des Jahres 1996 und gleichzeitig Vater von Lena erwartet bei der WARNEMÜNDER WOCHE noch mehr Qualität auf dem Wasser. „Mit den Lasern haben wir hier eine internationale Klasse, die uns auch wohlgesonnen bleiben soll. Sie bringen jedes Jahr etliche Nationen an Nachwuchsseglern hierher.“ Haverland wünscht sich, dass die Yachthafenresidenz Hohe Düne mehr an die WARNEMÜNDER WOCHE angebunden wird. Dort gibt es kurze Wege und die Situation auf der Mittelmole könnte etwas entkrampft werden. „Die Finns waren unzufrieden, weil sie so weit draußen auf der Ostsee segeln mussten. Dabei müsste das hier eigentlich nicht sein.“ Haverland regt an, in der Zukunft zu schauen, welche Klassen man zusammen legt und welche Klassen man sich hier leisten kann. „Generell ist die WARNEMÜNDER WOCHE eine der wichtigsten Regatten in Deutschland und ein sportlicher Höhepunkt – für deren Gelingen ich an dieser Stelle allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Organisatoren sowie Unterstützern danken möchte.

Ergebnisse am Samstag, 14. Juli 2012:

H-Boot: Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Michel Peulen, Hans Peulen und Bastian Migge aus den Niederlanden
J/24: Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Daniel Frost & Team vom Joersfelder Segel-Club
Skippi 650: Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Andrzej Wegner & Team aus Polen
Streamline: Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Hansi Feil & Team vom Seebrucker Regatta-Verein
2.4mR: Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Lasse Klötzig vom Potsdamer Yachtclub
Hobie Cat 16: Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Ingo Delius & Team vom Segelclub Kellenhusen
Hobie Cat 14: Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Tanja Rindt vom Segelsportclub Bosau
A-Cat: Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Jack Benson aus Australien
Laser Standard: Platz 1 nach 5 Wettfahrten: Giovanni Coccoluto aus Italien
Laser Radial:
weiblich Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Lisa Fasselt vom Yachtclub Ruhrland Essen
männlich Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Christian Guldberg Rost aus Dänemark
Laser 4.7:
weiblich Platz 1 nach 3 Wettfahrten: Judith Engberts aus den Niederlanden
männlich Platz 1 nach 3 Wettfahrten: Marko Radman aus Slowenien

Mecklenburgische Bäderregatta mit Bahnverkürzung
Die ONE4ALL segelte die schnellste Zeit auf der Strecke Richtung Kühlungsborn
© Pepe Hartmann 
Bei der Mecklenburgischen Bäderregatta wurde die Bahn aufgrund von Flaute verkürzt. Das obligatorische Sherryfass der hanseboot ging an die „One4All“ mit Steuermann Matthias Horstmann. Die „One4All“ segelte die schnellste Zeit auf der Strecke Richtung Kühlungsborn. Beste Yacht in der ORC-Wertung wurde nach berechneter Zeit „die Gleitzeit“ um Steuermann Martin Buck. Beste Yacht laut Yardstick und laut berechneter Zeit wurde die „Esther of Hamble“ von Stephan Jurczok. Die „Raptor“ von Ralf Zimlich erhielt den Wanderteller als bester Teilnehmer des Warnemünder Segel-Clubs nach berechneter Zeit.

 

Drachenbootrennen wie am Schnürchen

2012 fand die 17. Auflage des Drachenbootrennens im Alten Strom statt
© Klaus-Dieter Block 
Drachenboote in China sind seit ca. 500 vor Christi bekannt. Nach Deutschland kamen sie 1987. Das erste Rennen fand in Duisburg statt. Seitdem kann man tatsächlich von einem Siegeszug der Boote mit dem Drachenkopf in Europa und Deutschland sprechen. Das widerspiegelt sich auch bei der 17. Auflage des Drachenbootrennens im Rahmen der WARNEMÜNDER WOCHE.
Und das läuft wie am Schnürchen. Die Redewendung stammt aus Kutschenzeiten, als die Fahrgäste dem Kutscher mit dem Ziehen an einer Schnur eine Tempoerhöhung signalisierten. Das läuft auf den Drachenbooten anders. Da gibt’s keine Schnur, alle 18 Teammitglieder müssen ran, nur der Mann oder die Frau an der Trommel und am Steuerruder nicht.
Toralf Bumann und Ben Rohloff stehen auf dem Organisationsponton und wickeln von hier aus mit ihrem Team konzentriert die Rennen ab. Zum Beispiel beim LT-Cup am zweiten Samstag der WARNEMÜNDER WOCHE. Vorläufe, Halbfinals, Finale. Zwölf Boote stehen zur Verfügung, 79 Teams bestreiten 76 Rennen. Da muss die Besetzung der Boote wirklich rasch und wie am Schnürchen klappen, um die insgesamt rund 1.400 Teilnehmer aus ganz Deutschland und die vielen Zuschauer am südlichen Teil des Alten Stroms nicht allzu lange warten zu lassen.
Und so kommt auch schon einmal über die Lautsprecher die strenge Bitte: „Bitte Steuermann und Trommler am Steg einfinden!“ Profiteams haben ihre eigenen, aber die Fun-Clubs, nehmen dieses „leasing“ gern in Anspruch. Das angeschlagene Organisationstempo zahlt sich aus: Die Starts vor der Kulisse eines Kreuzliners am Ende des Alten Stroms klappen zügig. Die Positionskämpfe über die Distanz von 280 m sind hart. Die besten Boote brauchen knapp über eine Minute. Der Jubel über den Sieg, selbst in den Zwischenläufen, ist olympiaverdächtig. Und die Organisation auch. Zieldurchlauf, ran an den Steg, Wassersauger im Einsatz, nächstes Team rein und vorwärts zum Start.

Autor: GS 

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