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07.04.2014

Segler bekommen neuen Hauptwettfahrtleiter

Nachdem im letzten Jahr Uli Finckh, der seit 2009 als Hauptwettfahrtleiter in Warnemünde fungierte, die Segel strich, begab man sich auf die Suche nach einem Nachfolger. Auf den Bayern folgt nun ein Berliner.

Robert Niemczewski tritt in Uli Finckhs Fußstapfen

War im Jahr 2008 selbst am Start in Warnemünde: der neue Hauptwettfahrtleiter Robert Niemczewski (am Steuer)

© Pepe Hartmann

Woher kommen Sie und warum hat es Ihnen ausgerechnet das Segeln angetan?

RN: Ich bin in Berlin geboren und lebe schon immer im Bezirk Zehlendorf, zu dem auch der Ortsteil Wannsee gehört. Da lag es nahe, auch einmal Wassersport auszuprobieren, aber anfänglich ging es in die falsche Richtung. Ich war in meiner Klasse der Kleinste und Schmächtigste, was meine Eltern veranlasste, mich Rudern zu lassen. Dadurch wurde ich ein bisschen kräftiger und ein guter Läufer, aber rückwärts übers Wasser… Einem

Klassenkameraden klagte ich mein Leid, er war Mitglied im Verein Seglerhaus am Wannsee, er nahm mich mit und das war es dann. Mein erstes eigenes Boot war ein Flying Junior, mit dem ich bei jedem Wetter den Wannsee unsicher machte, dann kamen 470er und Tornado. 1977 bot mir der große Heinz Nixdorf auf der Kieler Woche an, meinen Tornado gegen sein Starboot zu tauschen, ich zögerte keinen Augenblick, und seitdem segele ich diese Klasse. Daneben bin ich natürlich auch viel als Crew gefahren, vorrangig im Drachen, H-Boot und in letzter Zeit Folkeboot.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Wettfahrtleitung? Wie ging es danach weiter?

Robert Niemczweski

© Dr. Karl-Peter Nielsen

RN: Sehr gut sogar. Im Jahr 2000 plante die Berliner Starbootflotte eine Jugend-EM. Diese Regatta schien den etablierten Wettfahrtleitern im Verein zu unbedeutend, und ich fand niemanden, der es machen wollte. Ich sagte, dass es doch so schwer nicht sein kann, das Flaggenziehen und Hupen, also machte ich meine erste Wettfahrtleitung. Es waren damals 29 Starboote, und ich glaube, sie waren sehr gnädig in der Beurteilung meiner Leistung. Es gewann übriges Florian Raudaschl. Aber irgendwie hatte ich Blut geleckt, half bei Regatten nicht nur im eigenen Verein, wollte besser werden und so kamen dann immer größere Herausforderungen – Deutsche Meisterschaften, Kieler Woche, Weltmeisterschaften. Im November 2013 ernannte mich dann die ISAF zum International Race Officer.

Wie kamen Sie darauf, Hauptwettfahrtleiter bei der WW zu werden?

RN: Wie die Jungfrau zum Kind. Mich sprach im Januar diesen Jahres auf einem DSV-Seminar Gode Sevecke, der Chairman der Internationalen Jury der WARNEMÜNDER WOCHE an, ob ich mir vorstellen könnte, diese Aufgabe zu übernehmen. Dann folgten Gespräche mit Uli Finckh, Mathias Thom, Poldi Kaether und anderen, deren Urteil ich schätze – und den Rest kennen Sie ja.

Was verbinden Sie persönlich mit der WW bzw. mit Warnemünde? Haben Sie konkrete gute, schlechte oder skurrile Erinnerungen?

RN: Die gute: ich habe sie einmal im Starboot gewonnen. Die schlechte: uns hat ein Wettfahrtleiter bei der Deutschen Starbootmeisterschaft, ich glaube es war 2006, in ein Riesengewitter gestartet. Ich weiß nicht, wie viele Masten kamen. Es war furchtbar. Das Skurrilste: wir bekamen als Preis für den Gewinn der WARNEMÜNDER WOCHE zwei Jacken, für Starbootsegler, in der Größe „small“.

Warum opfern Sie Ihre Freizeit, ohne selbst aktiv an der Regatta teilzunehmen? Wo liegt die Faszination?

RN: Ich sehe es nicht so, dass ich Freizeit opfere. Das, was ich tue, macht mir Spaß und ist eine Möglichkeit, Seglern vernünftige, faire Bedingungen für den Sport zu bieten. Was habe ich mich früher aufgeregt über viel zu lange Pausen zwischen Wettfahrten, total schiefe Kreuzen oder zum Beispiel Black Flag mit anschließendem Einzelrückruf, eine bayerische Spezialität. Aber das ist ein weites Feld, und es gibt noch genug zu verbessern. Auch, so glaube ich, sollte jeder Wettfahrtleiter und Schiedsrichter selbst aktiv Regatten segeln, sonst vergisst er, wie Segler ticken. Wenn ich in diesem Jahr das vorgesehene Programm schaffe, werde ich sechs Starregatten segeln, um meine Segelfreunde wieder einmal zu treffen und mit viel Spaß über die Bahn zu kommen.

Gibt es so etwas wie eine Lieblingsregel oder eine, die Sie persönlich gar nicht mögen? Warum?

RN: Ich mag „Papa“. Manche aus meinem Team lästern schon, weil ich mich ständig bemühe, auch schwierige Klassen mit Papa zu starten. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn es gelingt.

Wie schwer wird es, in die Fußstapfen von Uli Finckh zu treten?

RN: Schwer!

Was haben Sie sich für dieses Jahr in Warnemünde vorgenommen? Worauf freuen Sie sich am meisten? Was bereitet Ihnen Bauchschmerzen?

RN: Ende März hatten wir ein sehr konstruktives Wettfahrtleitertreffen, bei dem einige Probleme im Ablauf diskutiert wurden, und es zeichnen sich auch schon vernünftige Lösungen ab. Ich freue mich am meisten auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten WARNEMÜNDER WOCHE-Team, um den Seglern eine erlebnisreiche und „runde“ Veranstaltung zu bieten. Wer Bauchschmerzen hat, sollte zum Arzt gehen. Das habe ich nicht vor.

Erstes Aufeinandertreffen der Wettfahrtleiter mit ihrem neuen "Chef" in Güstrow beim WVG

© Helmut Thiel
Autor: GS 

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